Der Verein

Der Anfang des Wohnprojektes

Da war eine Einladung von Michael Beilmann, meinem Freund, zu einer Veranstaltung über gemeinschaftliches Wohnen in der Stadt Dezember 2011.

Seit langem trage ich mich mit dem Gedanken, irgendwie meinen, eigentlich den Traum von mir und meiner (ehemaligen) Frau ins Leben zu bringen, nicht nur alleine zu wohnen, sondern eine Lebensgemeinschaft zu bilden.

Verschiedene Versuche / Suche nach Gemeinschaft waren gescheitert. Und jetzt wohne ich alleine in einem kleinen Häuschen, in dem vorher eine 5-köpfige Familie gewohnt hat. Das fühlt sich nicht richtig an. Außerdem, der geringe Gemeinschaftsgeist in unserer Gesellschaft (jeder für sich, mit allem drum und dran, alle Maschinen, aber auch alle Mühe) gefällt mir schon lange nicht.

An besagtem Termin kommen die ersten Suchenden zusammen. Wir treffen uns und stellen uns vor, wie schön es wäre, in ein paar Jahren zusammen zu wohnen. Es wird viel fantasiert.

Die erste Veröffentlichung kommt dann über das Zukunftsforum, in deren Hauptversammlung am 22.6.12 die Presse anwesend ist und berichtet. Wieder neue Interessenten. Wir haben Kontakt zu Frau Schlangen, die von der Stadt aus, neue Wohnformen fördert und uns behilflich sein möchte.

Wir besuchen Qbus in Düsseldorf, wo ein Freund meines Bruders in einem fertigen Gemeinschaftsprojekt uns sehr engagiert Tipps und Tricks gibt, wie wir unser Projekt entwickeln können und welche Erfahrungen sie gemacht haben.

Im Oktober entschließen wir uns, ein Wochenende zusammen zu verbringen. Neben richtiger Arbeit (Ideen bündeln, Gruppenarbeit, Ziele entwickeln) erleben wir hier zum ersten Mal die Gemeinschaft am Tisch, beim Spielen, beim Klönen, beim Spazierengehen. Es ist unglaublich. Am Lagerfeuer abends werden Gitarren geholt. Wir merken, dass wir kaum Lieder auswendig kennen, aber das ist egal. Wir sitzen zusammen und freuen uns. Wir haben ein Naturfreundehaus in Meinerzhagen gemietet, und lange wird uns noch der Spirit von Meinerzhagen begleiten.

Im Frühjahr 2013 lernen wir Bodo und Birgit kennen. Sie betreiben das Architekturbüro Alte Windkunst und haben schon mehrere Projekte dieser Art realisiert. Neben ihrem Fachwissen über Gemeinschaftskultur und ökologischem Bauen werden wir schnell vertraut miteinander.

Da wir als Einzelpersonen nicht viel ausrichten können, überlegen wir uns die Gründung eines Vereins, der das Wohnprojekt vorantreiben soll. Was werden da mails hin und her geschrieben, um die Satzung zu erstellen, Formalitäten müssen bedacht werden. In der Gründungssitzung wird dann auch der Name geboren: Nachhaltiges Wohnen in Krefeld e.V. Wir sind alle in froher Stimmung, als wir Pfingsten 2013 den Verein gründen. Wie schön, Pfingsten am Fest des Heiligen Geistes. Mit Sekt wird dieser Akt begossen.

Es folgt ein Kennenlernkaffee auf der Velbelstraße mit 31 Erwachsenen und 5 Kindern. Richard hat eine schöne Präsentation erstellt. Wir sind guten Mutes

Und im Oktober folgt ein Grundlagenworkshop mit unseren Architekten, die uns auch als Moderatoren begleiten. Ziele, Wünsche, Ideen werden zusammengetragen und fachlich begleitet. Auch hier ist der Zusammenklang zwischen Arbeit und Gemeinschaftssinn klasse.

In den kommen Jahren erleben wir ein Kommen und Gehen. Eine Kerngruppe ist emsig dabei, einen Standort ausfindig zu machen und Kontakte zu Stadt und anderen Projekten zu knüpfen. Wir erkennen, dass wir professionelle Hilfe brauchen, und hier kommt Wolfgang Kiehle zu uns, der ebenfalls wie unsere Architekten schon mehrere Projekte begleitet hat.

Mehrere Standorte werden begutachtet, Vorschläge der Stadt werden abgewogen.

Im Frühjahr kommt eine mail von Katja Leendertz, die uns die Wiese am Luiter Weg anbietet. Aber, da hier Landschaftsschutzgebiet ist, wird daraus nichts. Aber, gegenüber ist Land. Und wir fragen nach. Die Stadt sagt, könnt ihr haben, aber leider stellt sich heraus, dass das Gebiet dem LVR gehört. Ab hier erleben wir, wie Bürokratie langsam über Jahre geht, bis etwas umgesetzt ist.

Da der Verein selbst das Haus nicht bauen kann, muss eine andere Gesellschaftsform gefunden werden. Wir entscheiden uns für die Bildung einer Genossenschaft (alle haben eine Stimme, Anerkennung durch Stadt / Banken). Nach langem Ringen entsteht der Name: Niepkuhler Krähennest. Wir haben uns auf das Grundstück eingeschossen, es liegt in den Niepkuhlen, dem alten Rheinarm. Die Krähen sind halt Krähfelder / Krefelder (Krefeld, da wo die Krähen auf dem Feld sind), die sich ein Nest bauen. Die Gründung der Genossenschaft ist am 11.11.2014.

Und ab diesem Moment wird jetzt weiter in der Rubrik Krähennest berichtet…..

Hier klicken und du kannst die Vereinssatzung ansehen